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Öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfes Nr. 06-05 „Roggenacker“, Ließem

Amtliche Bekanntmachung Der Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Wachtberg hat in seiner Sitzung am 24.4.2018 gemäß §§ 1 Abs. 8 und 2 Abs. 1 des Baugesetzbuches in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634) beschlossen:
  • dem Entwurf des Bebauungsplans Nr. 06-05 „Roggenacker“, Ließem inkl. der örtlichen Bauvorschriften gemäß § 86 Abs. 4 BauO NW und dem Begründungsentwurf inkl. Umweltbericht hierzu zuzustimmen
  • den Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 06-05 „Roggenacker“, Ließem gemäß § 3 Abs. 2 BauGB öffentlich auszulegen.

Plangebiet:
Das 0,6 ha große Plangebiet liegt südlich des Wattendorfer Weges, östlich der Ließemer Straße (K 14) und wird im Süden durch die Oberbachemer Straße begrenzt. Ein Übersichtsplan zum räumlichen Geltungsbereich (schwarz umrandet) ist beigefügt (siehe unten).

Ziel und Zweck der Planung
Hauptziel der Planung ist es, verbindliches Baurecht zu schaffen, um die bisher nicht baulich genutzten Flächen am südwestlichen Ortsrand von Ließem einer neuen Wohnbebauung zuzuführen. Entlang einer von der Oberbachemer Straße nach Norden abzweigenden Stichstraße soll ein kleines Wohnquartier in offener Bauweise entstehen. Darüber hinaus wird das im Flächennutzungsplan verankerte Ziel, am südwestlichen Siedlungsrand von Ließem eine Ortsrandeingrünung zu schaffen, planungsrechtlich festgesetzt.

Zum Bebauungsplan Nr. 06-05 „Roggenacker“, Ließem sind folgende wesentlichen umweltbezogenen Stellungnahmen und umweltbezogenen Informationen verfügbar und liegen aus:

  • Begründung zum Nr. 06-05 „Roggenacker“, Ließem, Planungsbüro Dr. Detlef Naumann, Bonn, April 2018
  • Umweltbericht zum Bebauungsplan Nr. 06-05 „Roggenacker“, Ließem; Büro Ginster, Landschaft + Umwelt, Meckenheim, April 2018
    (Wesentliche Inhalte des Umweltberichtes sind:
    Aussagen zu allgemeinen Zielen des Umweltschutzes
    Bestandsaufnahme, Aspekte des derzeitigen Umweltzustandes
    Beschreibung und Bewertung der Umwelt und der zu erwartenden Auswirkungen bei Durchführung bzw. Nichtdurchführung der Planung; unter den allgemeinen Schutzgütern werden hier vertiefend folgende Belange behandelt: Artenschutz, Landschaftsbild (Schaffung von öffentlichen Grünstreifen), Boden (z.B. Kampfmittel), Wasser (Versickerungsfähigkeit des Bodens, Erfordernis der Rückhaltung), Schallschutz (Schallsituation und erforderliche Schallschutzmaßnahmen)
    Vermeidungs-, Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen (z.B. Gebäudehöhe, Dachform- und Dachgestalt zum Schutz des Ortsbildes, Maßnahmen zum Schutz des Bodens, Artenschutzrechtliche Vermeidungsmaßnahmen)
    Maßnahmen zur Überwachung erheblicher Umweltauswirkungen)
  • Hydrogeologisches Gutachten zur Versickerung von Niederschlagswasser, Bonn, (Kühn GeoConsulting GmbH, Juni 2017)
    (Wesentliche Inhalte des Hydrogeologischen Gutachtens sind:
    Auf Basis geologischer Karten sowie 5 Rammkernsondierungen wurde die Versickerungsfähigkeit des Untergrundes die Wasserdurchlässigkeit des Bodens im Plangebiet ermittelt.)
  • Schalltechnische Untersuchung zum Bebauungsplan Nr. 06-05 „Ließem Roggenacker“, Gemeinde Wachtberg (Ingenieurbüro Kramer Schalltechnik, St. Augustin, April 2018)
    (Wesentliche Inhalte des Hydrogeologischen Gutachtens sind:
    Berechnung der Verkehrsgeräuschsituation im Plangebiet, Festlegung von Schallminderungsmaßnahmen aktiver Art sowie Festlegung von Anforderungen an notwendige passive Schallschutzmaßnahmen)
  • Landschaftspflegerischer Fachbeitrag / Artenschutzrechtliche Prüfung
    (Büro Ginster, Landschaft + Umwelt, Meckenheim, April 2018)
    (Wesentliche Inhalte des Fachbeitrages / der ASP sind: Ziel des Fachbeitrags ist es, sicherzustellen dass nach Durchführung der festgesetzten landschaftspflegerischen Maßnahmen keine erheblichen Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes oder des Orts- und Landschaftsbildes zurückbleiben. Hierzu werden auf Basis einer Bestandsaufnahme und Bewertung des Plangebietes (Betrachtung der Schutzgüter Geologie und Boden, Wasser, Klima, Arten- und Lebensgemeinschaften und Orts- und Landschaftsbild) die Eingriffe in Natur und Landschaft (Aussagen über Eingriffe in die Schutzgüter Boden, Wasser sowie Orts- und Landschaftsbild) ermittelt und erforderliche Vermeidungs-, Verminderungs- und Ausgleichsmaßnahmen festgesetzt.
    Betrachtung und Prüfung der Belange des Artenschutzes sowie Festsetzung von Vermeidungsmaßnahmen)
  • Hydrodynamische Kanalnetzberechnung, Kanalisation Wachtberg, Ortsnetz Ließem, Berthold Becker, Büro für Ingenieur- und Tiefbau GmbH, Bad Neuenahr, April 2018
    (Wesentliche Inhalte der Hydrodynamischen Kanalberechnung sind: Für das Ortsnetz wurden die maßgeblichen Anforderungen für Überstau- und Überflutungssicherheit für Status und Prognose festgelegt. Für den Prognoselastfall, der eine begrenzte Bebauungsverdichtung und die Ausweisung eines Baugebietes berücksichtigt, ist die Mindestleistungsfähigkeit in einzelnen Abschnitten ohne Maßnahmen nicht gegeben. Aus der Betrachtung seltener d.h. hier 20-jähriger Regenereignisse ergeben sich Hinweise auf zusätzliche Überflutungsrisiken in der Ortslage. Als Lösung wird der Bau eines Regenrückhaltebeckens (Stauraumkanal) vorgeschlagen.)
     
  • Stellungnahmen der Öffentlichkeit
    (Wesentliche Schwerpunkte sind:
    Aspekte des Schallschutzes, Fragen zum geplanten Fuß- und Radweg, zum Maß der baulichen Nutzung, zu geplanten öffentlichen Grünflächen, zur Entwässerung des Gebietes
    Anregung, im Plangebiet Mehrgenerationenwohnen in höherer baulicher Dichte vorzusehen)
  • Stellungnahmen der Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange
    (Wesentliche Schwerpunkte sind:
    Hinweis zur maximalen Länge verkehrsberuhigter Bereiche und zur Freihaltung von Sichtdreiecken
    Hinweis zum Bodenschutz, Aspekte der Abfallwirtschaft
    Anforderungen an die Entwässerung: Einleitung in das bestehende Kanalnetz nach vorheriger Rückhaltung im Gebiet
    Hinweise auf Kampfmittel; Überprüfung einer verorteten GeschützsteIlung sowie eines Schützenloches)


Der Entwurf des vorgenannten Bebauungsplanes wird gemäß § 3 Abs. 2 BauGB mit der Begründung

in der Zeit vom 14.05.2018 bis einschließlich 15.06.2018

im Rathaus Wachtberg, Rathausstraße 34, 53343 Wachtberg, Fachbereich Gemeindeentwicklung, 1. Obergeschoss, Auskunftserteilung Zimmer 110, Aushang der Planzeichnung im 1. Obergeschoss zwischen den Zimmern 113 und 114, während der Öffnungszeiten des Rathauses öffentlich ausgelegt, und zwar:

  • vormittags: Montag bis Freitag: von 08.30 bis 12.00 Uhr
  • nachmittags: Montag von 14.00 bis 16.00 Uhr und Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr.

Der Ort der Auslegung ist nicht barrierefrei. Personen, welche aufgrund einer Behinderung den Ort der Auslegung nicht erreichen können, werden gebeten, unter der Telefonnummer 0228/9544-152 eine Möglichkeit der Einsichtnahme und eventuellen Abgabe einer Stellungnahme zu vereinbaren.

Stellungnahmen können während der Auslegungsfrist schriftlich oder zur Niederschrift abgegeben werden. Die fristgemäß abgegebenen Stellungnahmen werden geprüft und dem Rat in öffentlicher Sitzung zur Entscheidung vorgelegt. Das Ergebnis wird mitgeteilt. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung unberücksichtigt bleiben.

Ferner wird darauf hingewiesen, dass ein Antrag bei Gericht nach § 47 der Verwaltungs­gerichtsordnung (VwGO), der einen Bebauungsplan zum Gegenstand hat, unzulässig ist, soweit mit ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können.
 

Wachtberg, den 03.05.2018

Renate Offergeld
Bürgermeisterin


Hinweis: Die vorstehend aufgeführte Bekanntmachung erfolgt rechtsverbindlich gemäß § 14 Abs. 1 der Hauptsatzung der Gemeinde Wachtberg durch Anschlag an der Bekanntmachungstafel am Rathaus, Rathausstraße 34, 53343 Wachtberg-Berkum – vom 08.05.2018 bis 22.05.2018.