Gemeinde Wachtberg

Kulturförderung - warum?

Kulturwoche 2008: Michael Swoboda, Geschäftsführer der IHK Bonn/ Rhein-Sieg, stellte die Bedeutung von Kulturförderung heraus. (Foto: GW) Wachtberg-Ließem – Zu einem Vortrag des Geschäftsführers der IHK Bonn/ Rhein-Sieg, Michael Swoboda, über die Bedeutung von Kulturförderung hatte im Rahmen der 2. Wachtberger Kulturwoche der Verein Kunst und Kultur in Wachtberg in den Köllenhof in Ließem eingeladen. Ein hochkarätiges musikalisches Begleitprogramm rundete den Abend ab.

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In der gut besuchten Veranstaltung erläuterte Michael Swoboda, der selbst in Wachtberg wohnt, die Zusammenhänge von Unternehmensprofilierung und Steigerung der Standortattraktivität durch Kulturförderung. Die Zahl der Museen in Deutschland ist in den letzten Jahren stark angewachsen. Die Bedeutung von Kultur und Kulturstätten ist offensichtlich. In Bonn zeigt sich diese Entwicklung besonders gut. Nach dem Ende als Bundeshauptstadt sind die Besucherzahlen nicht zurückgegangen. Zwar hat der Polit-Tourismus nachgelassen, aber jetzt zieht Bonn mit seinen Museen und seinen Ausstellungen und Konzerten eine Vielzahl von Besuchern an. Die Stadt Bonn hat durch die Veränderungen nicht an Attraktivität verloren sondern neue Attraktivität dazu gewonnen.
Dies haben auch Unternehmen erkannt und sich im Bonner Raum angesiedelt. Kultur ist zum Bestandteil der Unternehmensstruktur geworden, so Swoboda. Auch die IHK bietet jungen Künstlern immer wieder die Möglichkeit, Ausstellungen in ihren Räumen zu veranstalten und so ein breites Publikum zu erreichen. Große Kultur-Projekte werden zunehmend von Unternehmen aus der Region gefördert, wie das geplante neue Bonner Festspielhaus. Diese Form des modernen „Mäzenatentums“ und die sich daraus ergebenden Synergieeffekte sind in ihrer Bedeutung zu nicht unerheblichen Aspekten der Unternehmens- und Standortpolitik geworden. Ein interessantes Kulturangebot kommt nicht allein den Bürgern zugute sondern ist als „weicher Standortfaktor“ besonders für Dienstleistungsunternehmer ein weiterer Pluspunkt im Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Der Standort und die dort ansässigen Unternehmen werden dadurch aufgewertet.
Kulturwoche 2008: Michael Swobodas Vortrag begann mit einem Auftritt von Tom Stefanescu, Bundespreisträger von „Jugend musiziert 2008“. (Foto: GW)

Wachtberg profitiert von dieser Entwicklung und ist als Wohnort besonders beliebt, bietet es doch eine reizvolle landschaftliche Lage und auch die Nähe zur Stadt mit ihrem Kulturangebot. Aber auch Wachtberg selbst hat eine kulturelle Seite, deren Vielfalt sich nicht nur während der Kulturwoche zeigt sondern das ganze Jahr über mit Leben gefüllt wird: im Durchschnitt finden 1,3 Veranstaltungen täglich in Wachtberg statt. „Sie sind auf dem richtigen Weg…“, so Swobodas Abschlussbemerkung zur Kulturförderung in Wachtberg, „…und als Wachtberger Bürger will ich mich bemühen das zu unterstützen!“.


Musikalisch begleiteten zwei Bundespreisträger von „Jugend musiziert 2008“ den Abend. Tom Stefanescu, jugendlicher Nachwuchspianist aus Pech, begeisterte zu Beginn mit Stücken von Robert Schumann, Claude Debussy und Sergei Rachmaninov. Den Abschluss bildete der Tenor Nico Heinrich; er beeindruckte, am Piano begleitet von Than May Nuygen, mit Arien von Fanny Hensel, Carl Maria von Weber und Hugo Wolf. (GW)