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Bistro-Runde mit italienischem Kino

Partnerschaftsverein (Logo) Wachtberg-Adendorf - Am Donnerstag, 06. April, 18 Uhr, lädt der Partnerschaftsverein Wachtberg Mitglieder und Interessierte im Rahmen seiner neuen Veranstaltungsreihe „Bistro-Runde“ zum Film „Padre Padrone – Mein Vater, mein Herr“ und anschließendem Gespräch bei italienischen Snacks ins Drehwerk Adendorf, Töpferstraße ein.

Die Gebühr beträgt 12 € für Mitglieder, 15 € für Nicht-Mitglieder, und beinhaltet die Filmvorführung (Original mit deutschen Untertiteln) sowie italienische Happen danach im Bistro des Drehwerks (Getränke gehen extra). Da die Anzahl der Kinoplätze limitiert ist bittet der Partnerschaftsverein um baldige Anmeldung bei partnerschaftsverein@wachtberg.de mit Zusatz „Bistro-Runde April“.

Zum Film:
Er gehört zu den Schlüsselfilmen des italienischen und des europäischen Kinos. In den 1970er Jahren, in denen er in Cannes die Goldene Palme gewann, packte er das Publikum und regte zu Diskussionen an: Padre padrone, jener Film, der den Gebrüdern Paolo und Vittorio Taviani zum internationalen Durchbruch verhalf und sie zum Vorzeigepaar unter Italiens Regisseuren machte. Bildungsstück im engsten Sinn des Wortes, beginnend in der Schule eines sardischen Dorfes, wo ein Bauer und Vater auftritt und von der real existierenden Figur des früheren Hirtenjungen Gavino Ledda - später selbst ein sehr erfolgreicher italienischer Autor - mit einem Stecken ausgestattet wird, bevor seine Geschichte erzählt wird.

Der Hirtenjunge Gavino wächst in einer archaischen, von jahrhundertelanger Unterdrückung und Demütigung geprägten Welt auf. Mit sechs Jahren wird er von seinem Vater aus der Schule geholt, um die Schafe zu hüten und zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Schließlich hat man ihn nicht zum Lernen in die Welt gesetzt, sondern zum Arbeiten. Gavino lernt vom Vater die Natur kennen, lernt Sehen und Lauschen, aber was ihm vorenthalten wird ist die Kultur, ist das Wissen. Auf dieses stößt er erst im Alter von 18 Jahren beim Militärdienst, wo er endlich lesen und schreiben lernt und seine Freude am Wissen entwickelt. Freundschaftlich zur Seite steht ihm dabei ein junger Mann, mit dem er im Panzer lateinische Vokabeln übt und Vergil rezitiert: gespielt von Nanni Moretti, einem später ebenfalls überaus beliebten und erfolgreichen italienischen Schauspieler und Komödianten.

In Padre padrone beschreiben Paolo und Vittorio Taviani, frei nach der Biografie des realen Gavino Ledda, einen Emanzipationsprozess, die Geschichte einer exemplarischen Möglichkeit, gegen alle Chancen zu gewinnen. Gleichzeitig ist er ein Dokument des Elends und der Hoffnungslosigkeit in den sardischen Bergen, aus dem der gebildete Hirtensohn ausbricht, um später zurückzukehren und an der Verbesserung der Situation zu arbeiten. (Partnerschaftsverein Wachtberg e. V., B. Conraths)