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Wachtberger Vorlesetag am 02./05. Mai - Über 30 Lesungen in Wachtberger Schulen und Kitas

Büchereiverbund Wachtberg (Logo, neu) Wachtberg - Er ist mittlerweile schon zu einem beliebten und liebevoll gestalteten Ritual geworden, der alljährliche Wachtberger Vorlesetag.

Über 30 mehr oder weniger prominente Wachtberger Bürgerinnen und Bürger, von der Bürgermeisterin über den bekannten Architekten und die noch unbekannte Jugendbuchautorin bis zur Hausfrau und dem Beamten im Ruhestand, sichten in diesem Jahr wieder einmal ihre privaten, prallgefüllten Bücherregale, begeben sich dabei oftmals auf eine Reise in ihre eigenen Kindheit, blättern in uralten, zerlesenen Büchern, wählen aus und lesen dann aus ihren eigenen - oder aber auch aus anderen - Lieblingsbüchern interessiert lauschenden Kindern und Jugendlichen in den Wachtberger Einrichtungen vor. Was alle vereint, das ist die Liebe zum Buch, die Freude am Lesen und nicht zuletzt auch am Vorlesen!

Zurück geht dieses erfolgreiche Projekt auf die Initiative von Kurt Zimmermann, dem langjährigen und legendären Leiter des Büchereiverbundes Wachtberg, der den Wachtberger Vorlesetag vor Jahren initiiert hatte. Damals fand er noch am bundesweiten Vorlesetag im November statt. Aber da genau in diesen Monat Jahr für Jahr das Vorlesefestival „Käpt’n Book“ in Wachtberg vor Anker geht, wurde der Wachtberger Vorlesetag auf den Welttag des Buches am 23. April verlegt. Weil dieser in diesem Jahr in die Osterferien fällt, musste man in den Mai ausweichen, diesmal sogar auf Wunsch von einigen Einrichtungen auf zwei Tage, auf den 2. und 5. Mai.

Kein Geringerer als Hans-Dietrich Genscher, inzwischen nicht nur Wachtberger Ehrenbürger, sondern auch Namensgeber für die Sekundarschule in Berkum, war sich damals in den Anfängen nicht zu schade, im Kindergarten und in der Grundschule in Pech, seinem Heimatort, vorzulesen. Viele engagierte Bücherfreunde folgten in den Jahren seinem Beispiel, und so verfügt der Büchereiverbund inzwischen über eine ansehnliche Liste von Vorlesepaten, die sich immer wieder gerne der Mühe unterziehen, sich auf diese „Lesung“ sorgfältig vorzubereiten.

Denn Vorlesen muss geübt sein! Da reicht es nicht: Buch auf, erstes Kapitel, Seite 5 – und los geht’s! Da muss man sich im Vorfeld genau überlegen, welches Buch für welche Altersgruppe und welche Stellen man dann daraus auswählt! Nicht nur das: Wie man betont, wo und wie lange man Pausen hält! Und vor allem den Blickkontakt zum jugendlichen Publikum nicht vergessen. Gerade Kinder sind oftmals ein strenges Publikum! Und sie haben es auch verdient, dass man sich gerade um sie besonders bemüht. Die atemlose Stille beim Höhepunkt oder das Gekicher bei lustigen Stellen oder der Schlussapplaus entschädigen dann für die vorher geleistete „Arbeit“.

Und für die Schulen und die Kitas ist dieser Tag dann gleichzeitig auch Gelegenheit, sich wieder einmal nach außen zu öffnen. Die Kinder und Jugendlichen erfahren somit an diesem Tag, dass sich die komischen, uralten „Erwachsenen“ für sie interessieren und engagieren, sie stellen zu ihrer Überraschung vielleicht fest, dass der Vorlesepate als Kind genau dasselbe Buch schon toll fand, was sie selbst gerade lesen. Sie spüren, dass es Freude machen kann zu lesen und vorzulesen. Und sie erfahren auch oftmals so ganz nebenbei Interessantes über den Werdegang des Vorlesepaten, nicht zuletzt auch Wissenswertes über das Leben und Werk des jeweiligen Buchautors.

Der Büchereiverbund Wachtberg bedankt sich an dieser Stelle nochmals bei allen teilnehmen Vorlesepaten und Vorlesepatinnen, aber auch bei allen teilnehmenden Einrichtungen, und wünscht vor allem den Kindern und Jugendlichen spannende und interessante Begegnungen. Und wer bis hierher gelesen hat und am nächsten Wachtberger Vorlesetag ebenfalls aktiv teilnehmen möchte, der melde sich ganz einfach beim Büchereiverbund Wachtberg. (Büchereiverbund Wachtberg, Dieter Dresen)