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Grandioser Auftakt von Käpt’n Book in Wachtberg

Käpt’n Book: Matthias Meyer-Göllner begeisterte die Kinder. (Foto: D. Dresen) Wachtberg - Man kann Märchen erzählen, man kann Märchen vorlesen, man kann Märchen verfilmen, man kann Märchen aber auch mit fast lebensgroßen, selbstgefertigten, einzigartigen Stofffiguren lebendig werden lassen und live und in echt vor leuchtenden Kinder- und Erwachsenenaugen spielen!

Figurentheater „Lille Kartofler“ spielte „Aschenputtel“

Letzteres sagte sich vor Jahren Matthias Kuchta vom Figurentheater „Lille Kartofler“ und fand mit dieser einfachen Idee schon bald und höchst erfolgreich eine sogenannte Marktlücke.

Käpt’n Book: Matthias Kuchta vom Figurentheater „Lille Kartofler" begeisterte mit "Aschenputtel". (Foto: D. Dresen)Hatte er noch im letzten Jahr Käpt’n Book mit den „Bremer Stadtmusikanten“ in der Bundeskunsthalle offiziell eröffnet, so kam er diesmal auf Einladung des Büchereiverbundes Wachtberg mit dem Märchen „Aschenputtel“ zur Eröffnungsveranstaltung von Käpt’n Book in Wachtberg ins schöne, schon sehr früh „ausverkaufte“ Drehwerk in Adendorf. Alle anwesenden kleinen und großen Kinder kannten natürlich das Märchen der Brüder Grimm, aber wie Matthias Kuchta mit seinem einfühlsamen Spiel, seiner variablen Stimme und seinen spontanen Improvisationen die stummen Puppen zum Sprechen und Leben erweckte, das zog von Beginn an Jung und Alt in seinen Bann.


Käpt’n Book: Matthias Kuchta und das Figurentheater „Lille Kartofler". (Foto: D. Dresen)Schon bald litt man mit dem armen Aschenputtel mit, wenn es von der bösen Stiefmutter und ihren Stiefschwestern ungerecht behandelt wurde, man war traurig mit ihr am Grab der Mutter und freute sich so, wenn die beiden Täubchen ihr halfen und die Körner aus der Aschenschüssel pickten! Bei drei ganz „gefährlichen Stellen“ im Märchen wurde im Spiel kurz vorher drauf hingewiesen: Man solle sich nur die Ohren zuhalten! (Was aber – Wunder! Wunder! - niemand machte!). Als dann einige Kinder aus dem Publikum über die magische Linie, die Bühne und Zuschauerraum trennt, treten durften, um zum Beispiel eine „Wanduhr“ zu spielen, da hatte der wunderbare und erfahrene „Menschenspieler“ Matthias Kuchta sein Publikum vollends im Griff. Und als am Ende der Prinz endlich seine liebe Aschenputtel fand, um sie zu heiraten, da hat nicht nur das Gute gesiegt, sondern auch wieder einmal „Käpt’n Book in Wachtberg“!

Matthias Meyer-Göllner las „Die fabelhafte Reise im fliegenden Bücherbus“

Käpt’n Book: Matthias Meyer-Göllner begeisterte mit einer "fabelhaften Reise im fliegenden Bücherbus". (Foto: D. Dresen)Ebenso großen Anklang bei seinem überzahlreich erschienenen Publikum fand auch zwei Tage später, am „Tag der deutschen Einheit“, Matthias Meyer-Göllner mit seiner Lesung mit Musik „Die fabelhafte Reise im fliegenden Bücherbus“. Das Ehepaar Müller-Blot hatte – wie in den letzten Jahren zuvor auch – die große Ausstellungshalle ihrer Firma „JARDECO“ für französisches Gartenmobiliar, im Gewerbepark in Villip gelegen, wieder liebevoll hergerichtet. Die Kinder fanden auf steigend angeordneten Paletten Platz, die begleitenden Eltern auf bunt gestylten und bequemen Gartenstühlen an modischen Tischen.


Käpt’n Book: Matthias Meyer-Göllner begeisterte die Kinder. (Foto: D. Dresen)Matthias Meyer-Göllner stellte mit seiner Gitarre und seinen meisterhaft und humorvoll vorgetragenen Liedern schnell Kontakt zu seinen jungen Zuhörerinnen und Zuhörern, die zudem schon bald zum Mitmachen und Mitsingen aufgefordert wurden und – wohl auch zum Erstaunen ihrer Eltern – sich gleich und gekonnt als eingespielter Chor bei Call-and-Recall-Einlagen hervortaten. Sogar bei einem musikalischen Quiz zeigten sie souverän ihr Bücher-Wissen. Und am Schluss tanzten sie sogar eine Art Reigen mit den unterschiedlichsten Partnern, eine ganzheitliche Lesung also, die alle Sinne ansprach. Für Essen und Trinken hatte Familie Müller-Blot noch gesorgt. Aber auch die Eltern mussten ran und aus dem Stand bzw. aus der Hocke improvisieren: Um ein Kinderbuch für alle sichtbar und lebendig werden zu lassen, bekamen sie unterschiedliche Handpuppen und spielten spontan die Abenteuer eines Biberkindes mit, zur großen Gaudi des eigenen Nachwuchses.

Grandioser Auftakt für „Käpt’n Book in Wachtberg“

Einen besseren und gelungeneren Auftakt für „Käpt’n Book in Wachtberg“ konnte sich der Büchereiverbund Wachtberg nicht wünschen. Jetzt folgen „nur noch“ über 20 Lesungen in Kitas und Schulen, u.a. mit Oliver Steller in der Aula des Schulzentrums in Berkum, mit Brigitte Schär im Haus St. Gereon in Niederbachem und schließlich mit der letzten öffentlichen Veranstaltung, mit Isabel Abedi in der Burg Adendorf am 15. Oktober. Im Drehwerk wird zudem für die Grundschulen der „Kleine Drache Kokosnuss“ gezeigt.

Der Büchereiverbund Wachtberg bedankt sich auch an dieser Stelle nochmals im Namen unzähliger Kinder, Jugendlichen und Eltern bei all seinen Sponsoren in Wachtberg, ohne deren finanzielle Unterstützung solche herausragenden „Events“, solche kulturellen Highlights für Kinder und Jugendliche hier in Wachtberg nicht möglich wären. (Büchereiverbund Wachtberg, Dieter Dresen)