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Waldflurbereinigung in der Startphase - Aufklärungsversammlung am 20. November

Mitteilung aus dem Rathaus Wachtberg-Berkum - Alle diejenigen, die die geplante Waldflurbereinigung in Wachtberg unterstützen, haben sich gefreut, als von der Flurbereinigungsbehörde bei der Bezirksregierung in Köln „grünes Licht“ für das Weiterführen des Projekts gegeben wurde.

Sowohl Fördermittel als auch die personelle Unterstützung durch die Bezirksregierung sind gesichert. Damit sind die größten Hindernisse für das Projekt „Waldflurbereinigung in Wachtberg“ überwunden.

Der nächste bevorstehende Schritt ist nun die nach Flurbereinigungsgesetz vorgeschriebene Aufklärungsversammlung, zu der alle Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die mit ihren Flächen in dem Flurbereinigungsgebiet liegen, eingeladen werden. Rund 380 Waldbesitzende mit insgesamt 142 Hektar Waldfläche würden nach dem derzeitigen Planungsstand in das Flurbereinigungsgebiet fallen.

Die Versammlung findet am

Montag, 20. November 2017, ab 18.00 Uhr
in der Aula des Schulzentrums Wachtberg

statt.

Hier wird über die Zielsetzung, den Verfahrensablauf sowie die Finanzierung des Flurbereinigungsverfahrens informiert. Dabei trägt das Land die Verfahrenskosten, beispielsweise die Kosten für die Vermessung der Verfahrensgrenze und Bewertung der Flächen, während die Grundeigentümer einen Eigenanteil zum Beispiel für Erschließungsmaßnahmen zahlen müssten. Die Flurbereinigungsbehörde entscheidet nach diesem Termin über den weiteren Projektablauf und -fortschritt.

Seit einigen Jahren bemühen sich die Forstbetriebsgemeinschaft Drachenfelser Ländchen und das betreuende Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft um ein solches Verfahren. Es wird die Möglichkeit bieten, die Waldbesitzstrukturen und damit die Voraussetzungen für die Bewirtschaftung entscheidend zu verbessern. Auch die Gemeinde Wachtberg unterstützt dieses Verfahren und bringt nennenswerte Waldflächen ein.

Die Waldflächen in dem Gemeindegebiet von Wachtberg sind über Jahrzehnte hinweg durch Erbteilungen stark zersplittert worden. Dies macht eine Bewirtschaftung sehr schwer, weil es praktisch nicht mehr möglich ist, für einen Holzkäufer interessante Sortimente in nennenswertem Umfang am Waldweg bereitzustellen. Viele Parzellen haben keinen Wegeanschluss, so dass die Holzbringung fast unmöglich ist. Ziel einer Flurbereinigung ist neben der sinnvollen Zusammenlegung von Waldparzellen auch ein Anschluss einer jeden neuen Parzelle an einen Forstwirtschaftsweg.

Das Ergebnis einer forstwissenschaftlichen Masterarbeit von Christian Langfeldt hat gezeigt, dass rund 60 Prozent der befragten Waldbesitzenden Interesse haben, ihren stark zersplitterten und sehr kleinparzellierten Besitz durch eine Flurbereinigung zusammenzulegen. Damit wären die Flächen deutlich kostengünstiger zu bewirtschaften.

Viele Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sollten am 20.11.2017 in die Aula des Schulzentrums kommen, um aus erster Hand die notwendigen Informationen zu bekommen! (Wald und Holz NRW / Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft, Jörg Fillmann)


Wichtiger Hinweis
Das geplante Neuordnungsgebiet umfasst nur forstwirtschaftliche und landwirtschaftlich genutzte Flächen in Teilen der Gemarkungen Berkum, Gimmersdorf, Holzem, Ließem, Pech und Villip der Gemeinde Wachtberg.

Für Waldbesitzer, die nicht sicher sind, ob ihr Flurstück dazu zählt, wird die Bezirksregierung Köln zu Beginn der Aufklärungsveranstaltung im Eingangsbereich der Aula Karten auslegen, anhand derer die Eigentümer überprüfen können, ob ihr Grundbesitz im geplanten Verfahrensgebiet liegt.

Auf der Internet-Seite der Bezirksregierung Köln ist hierzu bereits eine Übersichtskarte abrufbar: http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/verfahren/33_flurbereinigungsverfahren/wachtberg/index.html . (Gemeinde Wachtberg, 17.11.2017)