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Licht und Töne im Raum - Einzigartiges Musikerlebnis eröffnet die 12. Wachtberger Kulturwochen

Eröffnungskonzert mit Susan Scheibling an der Oboe und Andrea Thiele an der Harfe. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Wachtberg-Villip (mm) – Die letzten Sonnenstrahlen des Tages, gebündelt durch die bunt schimmernden Mosaikfenster, hatten den Innenraum der Kirche St. Simon und Judas Thadäus in Villip in ein ganz besonderes Licht getaucht, als am vergangenen Freitagabend Susann Scheibling ihrer Oboe die ersten Töne entlockte und Andrea Thiele ihr zartes Spiel auf der Harfe begann.

12. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 


In einem solchermaßen feinen, durch das Zusammenspiel von Licht und Raum spirituell anmutenden Ambiente fügten die beiden Musikerinnen noch ein einzigartig berührendes Klangerlebnis hinzu. Eröffnungskonzert: Offiziell eröffnete Paul Lägel, stellvertretender Bürgermeister, die 12. Wachtberger Kulturwochen. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

Mit einer Serenade für Oboe und Harfe läuteten die beiden die diesjährigen Wachtberger Kulturwochen, die zuvor der stellvertretende Bürgermeister Paul Lägel offiziell für eröffnet erklärt hatte, ein.

Obwohl „läuten“ eigentlich nicht der passende Ausdruck ist für das, was die rund hundert Gäste dieses Eröffnungskonzertes erwartete. Nicht läutend und laut, sondern fein und zart, zuweilen zwar auch kräftig in der Intonation, dabei aber immer leicht … so lässt sich das Gehörte treffender beschreiben.
 

Oboe und Harfe, perfekt im Zusammenspiel

Eröffnungskonzert mit Susan Scheibling an der Oboe und Andrea Thiele an der Harfe. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

Beschwingt begann das Duo die Aufführung mit Johann Sebastian Bachs Sonate in g-moll für Oboe und Harfe.

Bei Claude Debussys „Reverie“ aus dem Album of 5 Pieces begeisterte Scheibling mit fröhlich anmutenden und perfekt auf die Harfenklänge abgestimmten Tonläufen auf der Oboe.

Nicht weniger berührend war die Interpretation von Camille Saint-Saens „Sonate für Oboe und Harfe“.

Eröffnungskonzert mit Susan Scheibling an der Oboe und Andrea Thiele an der Harfe. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

 

Bei den schön getragenen Passagen der „Sicilienne“ von Gabriel Faure, die bis in die Höhen sanft zu schweben schienen, bewiesen Scheibling und Thiele weiter ihre Professionalität.

Mit Kenny G.s „Miracles“ für Oboe und Harfe stand auch ein amerikanischer Komponist auf dem Programm. Nicht fehlen durfte Maurice Ravels „Pavane für Oboe und Harfe“ über das Bildnis einer Prinzessin. Das bekannte Leitmotiv interpretierten die Musikerinnen überaus sehnsuchtsvoll und leidenschaftlich. Bravo!
 

Eröffnungskonzert: Mit einem Serenadenkonzert für Oboe und Harfe  in der Kirche St. Simon und Judas Thadäus in Villip haben die diesjährigen Wachtberger Kulturwochen begonnen. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)


Klänge, die zu schweben scheinen

Die Musikerinnen überraschten die Zuhörer in regelmäßigen Abständen mit kleinen Solo-Einlagen von Andrea Thiele auf der Harfe … dies, wie sie schmunzelnd erklärte, um ihrer Mitspielerin an der Oboe einen Moment zum „Durchatmen“ zu ermöglichen.

Und so bereicherten Stücke wie Claude Debussys „Arabesque für Harfe solo“ und die „Etude de Concert für Harfe solo“ von Marcel Tournier ausgezeichnet das Programm. Oft schien es, als ob die Harfenklänge schweben würden, derart filigran und schnörkellos schienen sich die Töne ins sonnendurchflutete Kirchenschiff zu erheben.

Mit Edward Elgars „Salut d’amour op. 12 für Oboe und Harfe ging schließlich die Aufführung zu Ende.


Applaus gab es lange und anhaltend für diese Musikdarbietung, so dass Scheibling und Thiele das Konzert gerne auch noch mit einer kleinen Zugabe krönten.
 

„Das war so schön!“ war die einhellige Meinung der Zuhörer. Mit den Gästen verabschiedeten sich wenig später dann auch die letzten Sonnenstrahlen endgültig in den Abend. Ein rundum wundervoller Auftakt der 12. Wachtberger Kulturwochen!