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Kleopatra hat‘s schon gewusst - Duft-Lese mit Monika Clever

Duft-Lese: Monika Clever hatte Informatives und Witziges zu Düften gesammelt. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Wachtberg-Berkum (vf/mm) – „Wie duftet Geruch? Wie riecht Gestank?“ Diesen und weiteren Fragen rund um das Thema „Düfte“ widmete sich Monika Clever im Rahmen der 12. Wachtberger Kulturwochen in einer „Duft-Lese“ in der Parfümerie Rüdell in Berkum.

12. Wachtberger Kulturwochen (Banner)



 

 


Viele Zuhörer – auch einige Herren waren anwesend – lauschten den fundierten und bisweilen heiteren Erkenntnissen Clevers. Das Thema war für alle interessant, hat doch schon jeder erlebt, welche Auswirkungen Gerüche haben und wie sie sich auf den Alltag und das Leben der Menschen auswirken können.

… wie duftet Geruch?

Monika Clever erläuterte, was der Begriff „Geruch“ aussagt und was er für eine Bedeutung überhaupt hat. So erstaunte viele die Erkenntnis, dass die Riechschleimhaut des Menschen die Größe einer Cent-Münze hat, die eines Hundes dagegen 40 Mal größer ist. Wer aber denkt, der Hund habe den besten Geruchssinn, den belehrte Clever eines Besseren: Der Elefant hat das beste Näschen!

Duft-Lese mit Monika Clever in der Parfümerie Rüdell. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

 

Liebe geht tatsächlich durch die Nase, das haben Wissenschaftler schon vor Jahren festgestellt. Sie testeten Männer und Frauen und stellten die Frage, welcher Geruch ihnen besonders attraktiv erscheint.

Dass Gegensätze sich auch beim Duft anziehen oder Erinnerungen wieder erwecken können, quittierten einige Gäste mit einem verschmitzten, wissenden Lächeln.

 



Monika Clever gab aber auch nützliche Tipps, zum Beispiel, wie fiese Gerüche vermieden werden können bzw. wie man sich davor schützen kann. Ihr Tipp, stinkende Turnschuhe mit Babypuder in einen Gefrierschrank zu stecken, sorgte für heiteres Gelächter.

Schließlich berichtete Monika Clever von einem alten Parfüm-Rezept zum Selbermischen von Julius Cäsar und kam im Anschluss auf die ersten berühmten Parfüms, die von einigen Modemachern wie Coco Chanel, Christian Dior oder Yves Saint Laurent erfunden bzw. kreiert worden sind. Zunächst wurde das Publikum aber auf die Welt von Kleopatra aufmerksam gemacht. Kleopatra galt zur damaligen Zeit nämlich als Wegbereiterin der Nutzung von Duftstoffen, zudem auch dafür, wie Düfte produziert oder hergestellt wurden.

Duft-Lese: Monika Clever hatte Informatives und Witziges zu Düften gesammelt. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)Chanel No 5

Bei der Erwähnung des Parfüms Chanel No 5 waren viele Frauen im Verkaufsraum direkt begeistert, da dieses Parfüm bis heute zu den legendärsten Parfüms der Welt gehört. Wer kennt diesen Duft nicht? Alleine durch die Werbung, sagte Monika Clever, würde dieser Duft sehr viel Aufmerksamkeit bekommen, was sich auch anhand der teils sehr langen Werbespots zeige. Unvergessen Marilyn Monroes Antwort auf die Frage eines Journalisten, der wissen wollte, was sie nachts trage: „Pyjama oder Nachthemd?“ Monroe: „Chanel No 5.“ Einige im Publikum schauten sich daraufhin um und sahen die wertvollen Düfte von Coco Chanel in den Regalen der Parfümerie Rüdell.

Parfüms in der Werbung

Monika Clever erinnerte auch an die Zeit, als die ersten Werbespots klassischer Düfte wie „Tosca“ oder „Shalimar“ im Fernseher liefen. Das Publikum hatte die Werbesprüche schon auf der Zunge, bevor Monika Clever überhaupt den Werbeslogan ausgesprochen hatte. Da sieht man doch, dass die Werbung von bestimmten Düften einem immer in Erinnerung bleibt. Und Werbung beeinflusst das Kaufverhalten. Clever hatte so zum Beispiel von den Mitarbeiterinnen der Parfümerie Rüdell erfahren, dass viele Kundinnen zwar nicht die genaue Bezeichnung des Duftes wüssten, aber dafür den Flakon beschreiben oder den Namen des Stars, der für das Parfum wirbt, benennen könnten.

… und wie riecht Gestank?

Zum Schluss fragte sich Monika Clever noch, wie man den Begriff Gestank genau bezeichnen und ob man Gestank herstellen könne. Das zumindest habe sie mal der Sohn einer Freundin gefragt. Clevers Antwort: “Wer je ein Auto voller Jungfußballer nach dem Spiel vom Fußballplatz zurückgefahren hat, der weiß, wie man diese Frage mühelos beantworten kann.