zur Twitterseite der Gemeinde Wachtberg

Volker Strehl zweiter enewa-Geschäftsführer

Bürgermeisterin Renate Offergeld freut sich: Neben Kai Birkner (re.) ist Volker Strehl jetzt zweiter enewa-Geschäftsführer. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Wachtberg-Berkum (mm) – In der enewa-Geschäftsführung ist er, wenngleich kein ganz unbekanntes, so doch seit 1. Juli 2018 ein neues Gesicht, bei den Wachtberger Bürgerinnen und Bürgern hingegen ein seit Jahrzehnten wohlbekanntes.

Die Rede ist von Volker Strehl, früher Leiter des Wachtberger Umwelt- und Tiefbauamtes und seit 2005 Vorstand der da gegründeten Wachtberger Gemeindewerke, zuständig für die Abwasserbeseitigung und Wachtbergs Gewässer.

Im Thema und langjährige Erfahrung
Mit dem Weggang von enewa-Geschäftsführer Jörg Ostermann, er ist seit 1. Juli Beigeordneter der Stadt Velbert, war diese Stelle bei der enewa, Energie + Wasser Wachtberg GmbH, neu zu besetzen. Ostermann selbst hatte Strehl noch als seinen Nachfolger ins Gespräch gebracht. Neben Kai Birkner, dem Hauptgeschäftsführer der enewa, ist Strehl jetzt zweiter Geschäftsführer. „Eine tolle Entscheidung!“ zeigt sich auch Bürgermeisterin Renate Offergeld angesichts der neuen Personalie sehr zufrieden und lobt Strehls Fachkompetenz und Mitarbeiterführung. Schnell hatte alles gehen müssen, lange Bedenkzeit gab es nicht, so Strehl. „Wichtig war und ist, dass die Wachtberger Bürgerinnen und Bürger wissen, wer in ihrem Strom- und Wasserversorger sitzt.“ Das sei schließlich damals, bei der Gründung der enewa, ein wichtiges Kriterium gewesen. Ansprechpartner vor Ort zu sein, genau wie bei den Gemeindewerken, da kämen die Bürger auch einfach mal vorbei. Und so ist die Besetzung von Strehl in der enewa ein doppelter Gewinn. Er ist im Thema, vor allem Baumaßnahmen greifen oftmals ineinander und … er ist ein bekanntes Gesicht. Seine Tätigkeit als Vorstand der Wachtberger Gemeindewerke wird er beibehalten, allerdings etwas stundenreduziert, das hatte der jetzt 64-Jährige eh vorgehabt. Mitarbeiterin Katharina Hark unterstützt er mit Blick auf seine Nachfolge schon jetzt ganz gezielt. Bei der enewa ist Strehl mit zehn Wochenstunden dabei. „Die Zusammenarbeit klappt gut“, lobt auch Birkner seinen neuen Mit-Geschäftsführer.

Positive Entwicklung
Die enewa GmbH wurde im Juli 2012 als Tochtergesellschaft der Gemeindewerke Wachtberg AöR gegründet. Die Gemeinde Wachtberg hält 51 Prozent der Anteile, die Stadtwerke Aachen 49. Die Entwicklung der letzten Jahre kann sich sehen lassen. Fast 3000 Stromkunden hätten sie bereits, so Birkner, das bedeutet, dass jeder vierte Haushalt in Wachtberg bereits seinen Strom über enewa bezieht. Beim Gas ist mit rund 600 Kunden eine solche Marke nicht vergleichbar, da nicht alle Haushalte Gas benötigen. Auch das unter enewa-Führung stehende Wachtberger Hallenbad verzeichnet eine positive Tendenz. Das Besucheraufkommen von anfangs 30.000 Gästen im Jahr hat sich auf inzwischen 38.000 erhöht, nicht mitgerechnet die vielen Vereins- und Schulschwimmgruppen. Die sind übrigens auch mehr geworden, inzwischen kommen selbst Godesberger Schwimmvereine und Schulsportler hierher.

Eine große Aufgabe steht der enewa noch bevor: Die Wasserversorgung auch von Niederbachem, deren Bewohner derzeit noch seitens der Stadtwerke Bonn beliefert werden. Den Konzessionsvertrag auf Übernahme hat die enewa bereits in der Tasche. Zurzeit laufen die Verhandlungen bezüglich des Kaufpreises … und da liegen die Vorstellungen von enewa und Stadtwerke Bonn noch weit auseinander. „Das ist ein sehr langwieriges Verfahren“, bestätigen Birkner und Strehl auf Nachfrage. Aber sie sind zuversichtlich. Die Niederbachemer wird’s schließlich freuen, wird doch dann, seitens der enewa, das Wasser für sie günstiger. Mit rund 100 Euro Ersparnis im Jahr rechnet Birkner für einen durchschnittlichen Niederbachemer Haushalt.