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Artenschutz im Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Bei Artenschutz denken viele an den Regenwald und an exotische Tiere. Das ist zutreffend, aber Artenschutz fängt vor der Haustür an. Fast die Hälfte der ca. 76.000 Tier- und Pflanzenarten in Deutschland sind in ihrem Bestand gefährdet. Der Rhein-Sieg-Kreis möchte in loser Folge gefährdete Arten vorstellen und einfache Maßnahmen beschreiben, die jeder umsetzen kann.

Auf Pestizide im Garten verzichten und Maikäfer schützen

Im Mai ist ihre Hauptschlüpfzeit, abhängig von den Außentemperaturen können sie aber auch bereits im April oder erst im Juni schlüpfen: Gemeint sind die Maikäfer ... mehr

Mit schnellem Sturzflug auf Beutejagd

Mit seinem lang gezogenen, fast miauenden „hiiää“ gehört der Mäusebussard akustisch zu den bekanntesten Greifvögeln. Aber auch optisch ist er gut auszumachen: Mit 51 bis 57 Zentimetern mittelgroß, breite, stark abgerundete Flügel und ein relativ kurzer, oft breit gefächerter Schwanz. Das Gefieder ist – für europäische Greifvögel ungewöhnlich – individuell sehr variabel. Der Rücken des leidenschaftlichen Seglers ist aber in der Regel dunkelbraun und gefleckt ... mehr

Der grüngelb gefärbte Ameisenfresser mit der klebrigen Zunge

Mit seinem grüngelb gefärbten Gefieder, seiner roten Haube und dem schwarzen Gesicht ist der Grünspecht einer der farbenprächtigsten einheimischen Vögel. Der „Vogel des Jahres 2014“ gehört zu den etwa 76.000 Tier- und Pflanzenarten in Deutschland, von denen die Hälfte in ihrem Bestand gefährdet ist. Jetzt ist der bis zu 30 cm große Vogel besonders gut auf den Rasenflächen zu beobachten. Aber was macht ein Specht überhaupt auf dem Boden? ... mehr

„Zweipunkt“ und „Siebenpunkt“ rüsten sich für den Winter

Jetzt wo es kühler wird, versuchen sie wieder in großen Massen in die warmen Häuser zu gelangen, um dort zu überwintern und sich zu paaren: die Rede ist vom Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) oder auch Harlekinkäfer. Gegen sein Eindringen hilft in der Regel ein Fliegengitter. Da der Harlekinkäfer auch ein gefräßiger Geselle ist,  leiden darunter unsere einheimischen Marienkäfer ... mehr

Die einzigen fliegenden Säugetiere Europas

Sie sind die einzigen fliegenden Säugetiere in Europa. Auch in absoluter Finsternis finden sich die nachtaktiven Flugexperten bestens zurecht, denn sie orientieren sich mit Hilfe der Echoortung. Die Fledermäuse gehören zu den etwa 76.000 Tier- und Pflanzenarten in Deutschland, von denen die Hälfte in ihrem Bestand gefährdet ist. Sie stehen unter strengem Artenschutz, das gilt auch für die 15 Fledermausarten, die im Rhein-Sieg-Kreis leben ... mehr

Im Stachelkleid auf der Jagd nach Winterspeck

Zur Zeit sieht man die Igel durch Gärten und Parks streifen – sie sind auf der Jagd nach Winterspeck, um gut gerüstet in die kalte Jahreszeit gehen zu können. Die Säugetiere, aus denen bei Gefahr eine kleine, stachelige Kugel wird, gehören zu den mehr als 76.000 Tier- und Pflanzenarten in Deutschland, von denen die Hälfte in ihrem Bestand gefährdet ist. Für die stacheligen Gesellen naht jetzt die Zeit des Winterschlafs. ... mehr

Wie lebe ich mit dem Maulwurf in meinem Garten?

Seit ein paar Wochen sind sie nicht mehr zu übersehen: Maulwurfshügel in den Gärten. Denn der unterirdisch arbeitende Maulwurf braucht Platz zum Verstauen der gesammelten Vorräte. Der „Erdwerfer“, wie er auch genannt wird, schaufelt die Erde nach oben weg, damit durch das gelockerte Erdreich lebensnotwendige Lüftung in seine unterirdischen Gänge strömen kann. In Tiefen bis ungefähr 40 Zentimetern gräbt er Gänge von über zwanzig Metern. ... mehr

Fliegende Sternchen mit hoher Effizienz

In warmen Sommernächten sind sie wieder als kleine Leuchtfeuer am Boden und in der Luft zu beobachten: Glühwürmchen auf Partnersuche. Sie sind seltener geworden, aber an Wald- und Wegrändern, an Böschungen und in alten Park- und Gartenanlagen durchaus noch zu entdecken. Die bei Tageslicht eher unattraktiven schwarz-braunen Käfer gehören zu den etwa 76.000 Tier- und Pflanzenarten in Deutschland, von denen annähernd die Hälfte in ihrem Bestand gefährdet ist. ... mehr

Die Mehlschwalbe

Eine MehlschwalbeSchwalben waren bereits den Germanen als Frühlingsboten der Göttin Iduna heilig und sind im Christentum Maria als Marien- oder Muttergottesvogel zugeordnet. Auch der Artname weist auf eine lange Verbundenheit mit menschlichen Ansiedlungen hin. Doch die Zahl der Schwalben nimmt stetig ab. Nach Schätzung der Vogelkundlichen Arbeitsgemeinschaft Rhein-Sieg-Kreis und Stadt Bonn sank der Brutbestand von etwa 12.500 in den 70iger Jahren auf etwa 5.000 Brutpaare - Tendenz weiter sinkend. mehr..

Die Wildbienen

Artenschutz Serie Wildbiene; Mauerbiene (Foto: Sönke Behrends GNU FDL)

Die "Wildbiene" ist nicht die Wildform der Honigbiene, sondern eine Bezeichnung für rund 500 verschiedene Bienenarten in Deutschland. Die Wildbienen leben meist einzeln und zurückgezogen, sind wenig bekannt und doch wichtig für die Bestäubung vieler Wild- und Kulturpflanzen. Das Brutverhalten ist bei diesen nützlichen Tieren übrigens vergleichbar. In der Regel wird eine bestehende Brutröhre benutzt oder eine neue gegraben. mehr..
 

Die Streuobstwiese

Als Streuobstwiesen werden die Wiesen und Weiden bezeichnet, die im lockeren Abstand mit hochstämmigen Obstbäumen verschiedener Sorten und Größenklassen bepflanzt sind. Früher waren solche Streuobstwiesen im dörflichen Bereich sehr verbreitet. Es handelt sich also nicht um intensiv bewirtschaftete, als Monokulturen angelegte Obstplantagen, sondern um wertvolle, schützenswerte Biotope unserer Natur, die vielfältige und wichtige Funktionen erfüllen. mehr..

Der Hirschkäfer

Hirschkäfer WeibchenIm Juni krabbeln sie aus ihrer Kinderstube: das bis zu 90 Millimeter lange Männchen und das etwas kleinere Weibchen. Sie sind die größten Käfer in Nordrhein-Westfalen. Kopf und Nackenschild schimmern schwarz, die Flügel dunkel- bis rotbraun. Sein Geweih bildet eine überdimensionale Kieferzange, mit der er zur Paarungszeit hartnäckige Rivalen attackiert. Das Weibchen schaut dem Treiben zu und schließt sich dann dem Stärkeren an. mehr ...

Die Blindschleiche

BlindschleicheSie leben im Verborgenen und man kann sie am ehesten in der Dämmerung oder nach einem warmen Regen umherstreifend entdecken: Blindschleichen, die nach wie vor immer noch als Schlangen verkannt werden. Sie haben zwar keine äußerlich erkennbaren Beine, sind aber dennoch eher mit den Eidechsen verwandt. Mit diesen verbindet sie zwei Eigenschaften: Sie können die Augen öffnen und schließen und werfen bei Gefahr ein Stück ihres dann noch zappelnden Schwanzes ab. Der verblüffte Verfolger wird dadurch genarrt und die Schleiche kann sich entfernen. Der wissenschaftliche Name Anguis fragilis (zerbrechliche Schleiche) weist auch auf diese Eigenschaft hin. mehr...

Der Schwalbenschwanz

Schwalbenschwanz Falter  (Foto: RSK)Der Schwalbenschwanz ist eine Wärme liebende Schmetterlingsart. In den vergangenen Jahren unterlag der Schwalbenschwanz allerdings starken Bestandsschwankungen. Die Art gilt in Nordrhein-Westfalen als gefährdet, obwohl sie durch das Artenschutzgesetz besonders geschützt ist. Doch kalte und nasse Sommer sind ihre Haupthindernisse, da dann die zukünftig überwinternde Generation ausfällt. Auch eine intensive Weidewirtschaft und das Abschneiden von Puppen tragenden Stängeln verhindern ihr Wachstum. mehr...

Die Libelle

Heidelibelle (Sympetrum) in der Wahner Heide (Foto: RSK)Auch wer in seinem Garten keinen Teich hat, kann jetzt noch von einem großen Insekt Besuch bekommen. Es hat einen blau-grün gemusterten Körper und glänzende, faltenreiche Flügel, die ein knatterndes Geräusch verursachen: Gemeint ist eine Edellibelle, die so genannte blau-grüne Mosaikjungfer. Sie ist zurzeit auf der Jagd nach den letzten Insekten des Jahres, die sie im Flug fangen kann. Ihre drei Beinpaare bilden dabei einen reusenartigen Fangkorb. mehr...

Ein ausgeschlafener Kletterkünstler - Der Siebenschläfer

Eine bis 19 cm graue Maus mit riesigen Knopfaugen, grauem Fell und einem buschigen Schwanz wie ein Eichhörnchen: Was sich wie ein Fabeltier aus einem Rollenspiel anhört, ist tatsächlich der einheimische Siebenschläfer. Das kleine Nagetier ist der Rekordhaltern unter seinen Verwandten, den Bilchen, was den Winterschlaf angeht: Tatsächlich bettet er sich im Oktober schon zur Ruhe, um erst im Mai wieder aufzuwachen: Sieben Monate Winterschlaf – er trägt also seinen Namen zu Recht. mehr...

Geschenke mit Fell oder Feder - Es weihnachtet sehr

Alle Jahre wieder spielen sich altbekannte Szenen in zahlreichen Familien ab: „Ich möchte ein Haustier haben“, und schon werden ein Vogel, ein Hund, eine maunzende Katze oder gar ein Exot auf die Wunschliste zu Weihnachten gesetzt. Dagegen ist auch zunächst einmal überhaupt nichts einzuwenden, lernen die Kinder doch Verantwortung zu übernehmen und sich mit Tieren zu beschäftigen. mehr...