Schön, dass die Atelier-Damen auch bei den diesjährigen 16. Wachtberger Kulturwochen wieder mit dabei waren. Die Räumlichkeiten präsentierten sich offen und hell. Die Arbeitsplätze waren leergefegt und das Atelier als Galerie gestaltet.
Neu war dieses Jahr, dass alle Atelier-Künstlerinnen ihre Arbeiten in einer großen gemeinsamen Ausstellung zeigten. So bot sich den Besucherinnen und Besuchern ein toller Einblick in die große künstlerische Schaffenswelt der hier so kreativen Gruppe.
Gisela Dauster hatte experimentiert und ihre Bilder unter anderem mit Palmwedeln interessant strukturiert.
Johanna Rupprechts Arbeiten beeindruckten durch die dunkle Farbwahl, die fast schon etwas Bedrohliches oder Mystisches ausstrahlten, ähnlich der besonderen Lichtstimmung vor einem Gewitter.
Beatrix Mursch hatte sich in verschiedenen Techniken ausgelebt – mit Fineliner, in Pastellkreide, als Mischtechnik. Dabei sind, zumeist in Schwarz- und Grautönen, sehr unterschiedliche Wirkungen entstanden.
Ingrid Grigo zeigte Blumen, Stillleben und Landschaften, während Claudia Becher sich expressiv den Farben Blau und Grün in seinen Schattierungen gewidmet hatte.
Irmgard Treimer begeisterte mit klaren kräftigen Farben, Grafisches, aber auch Blumen hatte sie so gemalt.
Ina Lehnertz amüsierte mit ihren „Art in the box“-Objekten – kleinen Collagen in Dosen und Schachteln. Geklebt, mit Gedichten versehen waren sie witzige Entdeckungen. Große Collagen gab es daneben. Die Verknüpfung von Malerei und Collage auf Leinwänden sei ihre Motivation, so Lehnertz.
Hiltrud Westheide zeigte großformatige Werke – ungegenständlich, reduzierte Impressionen bestehender Formen. Farbe inspiriere sie, erklärte die Künstlerin, Farbe forme die Flächen, den Raum. Durch Schichtungen und Überschneidungen entstünden so Transparenz und Tiefe.
Klothilde Ackermanns Bilder überraschten mit ungewöhnlichen Materialien. Sie hatte mit verschiedenen Farben gearbeitet, Marmormehl, Spachtelmasse oder Wellpappe benutzt, um Struktur ins Bild zu bringen, geklebt, bedruckt… so lange, sagt sie, bis ihr das Ergebnis gefallen habe.
Helga Raaf hatte die zum heißen Sommerwetter wohl passendsten Bilder beigesteuert. Sie zeigten einen leckeren Eisbecher, ein Eis im Hörnchen und ein Getränk – allesamt in blassen Tönen, so dass einem alleine beim Anschauen schon erfrischend kühl wurde.
Beate Meffert-Schmengler schließlich hatte einige ihrer Bronzestatuen ausgestellt, eine schöner als die andere. Die Figuren kauerten anrührend anzusehen in den Atelier-Schaufenstern.