Mitteilung aus dem Rathaus

Engagiert. Gesichter des Ehrenamtes in Wachtberg

Wachtberg-Fritzdorf (ka) – Die Tür zum Hof steht offen. „Komm ruhig rein – meine Tür steht offen!“

Und sofort fühle ich mich willkommen. Es ist nicht nur die offene Tür – es ist die Haltung dieser beeindruckenden Frau mit den lebendigen Augen und dem Lächeln.

Der Tisch ist gedeckt, es duftet nach Kaffee, Kekse stehen auf dem Tisch, im Ofen prasselt ein Feuer.

Gemütlichkeit. Perfekt für ein Gespräch, in dem es um ein Miteinander, um ein „Wir“ geht.

Und genau das verkörpert Elisabeth Hüllen. 1987 ist sie nach Fritzdorf gezogen, engagierte sich dann im Elternrat im Kindergarten ihrer Kinder, später war sie Schulpflegschaftsvorsitzende. Seit 1998 ist sie Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft Grün-Gelb Fritzdorf, sie organisiert einen Dorftrödel im Mai, ist im Besuchsdienst der katholischen Pfarrgemeinde tätig, unterstützt beim Seniorennachmittag, organisiert den Weihnachtsmarkt, bringt sich beim Adventsfenster in Fritzdorf mit ein.  Ihr Ruhestand seit 2019 ist eher ein „Unruhestand“ – groß ist ihr Interesse am „Gemeinsam“ – am „Gemeinsam in Fritzdorf und in ganz Wachtberg“. 

Es klopft an der Tür – ein Fritzdorfer möchte nur schnell etwas abgeben.  „Komm ruhig rein! Ich hole nur schnell etwas.“ Sie nimmt sich Zeit für andere, ist da für sie – eine offene Tür.

Ich frage, wie sie das alles schafft. „Das weiß ich nicht. Ich mache vieles ja auch nicht allein … Und es macht einem ja auch Freude.“

Sie versucht, die Leute mitzunehmen, miteinander immer im Gespräch zu bleiben, miteinander zu reden. In den Vereinen sieht sie den Kitt der Gesellschaft. Es braucht für vieles aber auch immer Menschen, die ein Motor sind, die Dinge in die Hand nehmen und angehen.

Beeindruckt von dieser Fritzdorfer Persönlichkeit, verabschiede ich mich, gehe durch die offene Tür und habe ihren Satz im Ohr und im Herzen:

„Ich kann nicht erwarten, dass die Welt zu mir kommt, ich muss in die Welt gehen …“